Kuchen mit Orangen

Gastbeitrag: Die Vielfalt des veganen Backens


Kreative und kinderfreundliche Rezepte ohne tierische Produkte

Die Backkunst hat sich im Laufe der Zeit kontinuierlich verändert, nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Interesses an einer veganen Ernährung. Die Devise lautet: weg von tierischen Produkten hin zu pflanzlichen Alternativen. Welche Auswirkungen hat dies auf das traditionelle Backen und wie kann man Kinder, insbesondere Kinder, für vegane Leckereien begeistern?

Vegan backen: Mehr als ein Trend

Die Entscheidung, vegan zu backen, hängt häufig von den ethischen Überzeugungen des Menschen ab. Es geht um den Schutz der Umwelt, den Respekt vor dem Leben und den ökologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen. Neben diesen berechtigten Gründen gibt es jedoch noch einen weiteren: Die Lust auf Neues und den Wunsch, traditionelle Rezepte neu zu interpretieren.

Kinder und das vegane Backvergnügen

Kinder haben ihren ganz eigenen Geschmack, und das ist auch gut so. Doch wie kombiniert man ihre Vorlieben mit veganen Rezepten? Die Antwort: Mit Kreativität und ein wenig Know-how!

  • Bunte Gemüsemuffins: Ja, du hast richtig gelesen! Gemüse wie Zucchini oder Karotten können hervorragend in süßen Rezepten verwendet werden. Durch ihre natürliche Süße und Saftigkeit sind sie ideal für Muffins oder Kuchen.
  • Nuss-Nougat-Kekse: Nüsse sind nicht nur gesund, sondern auch ein echter Geschmacksbooster. In Kombination mit Kakao oder veganem Nougat ein echter Hit!

Erfolgreiches veganes Backen: Das solltest du wissen

veganer Kuchen

Um vegane Backwaren zuzubereiten, sind einige grundlegende Prinzipien zu beachten:

  • Die Bindung ist alles: Eier dienen häufig als Bindungsmittel. Leinsamen, Chiasamen, pürierte Bananen oder sogar Apfelmus können diese Funktion im veganen Backen erfüllen.
  • Fette und Öle: Alternativen zur herkömmlichen Butter sind Kokosöl, Avocado oder Nussbutter. Sie verleihen dem Gebäck nicht nur Geschmack, sondern auch Konsistenz.
  • Zucker und Süßungsmittel: Neben den bereits erwähnten Alternativen wie Agavendicksaft oder Ahornsirup können Sie Ihren Backwaren auch Kokosblütenzucker oder Dattelsirup hinzufügen, um eine spezielle Note zu verleihen.

Tradition trifft Moderne: Omas Rezepte vegan interpretiert

Es ist Sonntagnachmittag und der Geruch von frisch gebackenem Kuchen zieht durch das Haus und weckt Erinnerungen an glückliche Stunden in Omas Küche. Solche Erinnerungen drehen sich häufig um bestimmte Gerichte. Was passiert, wenn man sich für eine vegane Lebensweise entscheidet, aber dennoch die Freuden der Kindheit behalten möchte?

Zum Glück gibt es in der heutigen veganen Küche viele Möglichkeiten, traditionelle Rezepte anzupassen, ohne dass der Geschmack leidet. Hier sind einige Klassiker und Ratschläge, wie man sie veganisiert:

1. Donauwelle: Dieser traditionelle Kuchen überzeugt durch seine Kombination aus hellem und dunklem Teig, Kirschen, Vanillecreme und Schokoladenglasur. Die Vanillecreme ist hier die Herausforderung. Cashews werden als Basis für ein gelingsicheres Rezept verwendet. Einweichen, pürieren und mit Vanille, Agavendicksaft und einer Prise Salz vermischen, um eine cremige, vegane Vanillesoße herzustellen.

2. Bienenstich: Ein Klassiker ist der Bienenstich mit einer lockeren Hefe-Teigbasis, einer süßen Vanille-Creme und karamellisierten Mandeln. Mandelmilch kann für den Teig und die Füllung als vegane Sahne verwendet werden. Da der karamellisierte Belag hauptsächlich aus Zucker und Mandeln besteht, bleibt er fast unverändert.

3. Schwarzwälder Kirschtorte: Dieser Kuchen ist eine echte Herausforderung, aber nicht unmöglich zu veganisieren. Der Schokoladenbiskuit kann durch die Verwendung von Sojamilch und einem Ei-Ersatz wie Apfelmus adaptiert werden. Die Sahneschichten lassen sich mit aufgeschlagener Kokosmilch ersetzen, und für den Kirschgeschmack sorgen natürlich weiterhin saftige Kirschen.

Das Schöne an der veganen Backkunst ist, dass sie nicht nur alternative Zutaten verwendet, sondern oft auch zu gesünderen Versionen der traditionellen Rezepte führt. Statt raffiniertem Zucker kann man beispielsweise Dattelsirup oder Kokosblütenzucker verwenden. Statt herkömmlicher Milch gibt es eine Fülle von pflanzlichen Alternativen wie Mandel-, Soja-, Hafer- oder Reismilch, die alle ihren eigenen, einzigartigen Geschmack ins Spiel bringen.

Fazit

Die Kunst des veganen Backens liegt in der Kreativität und Experimentierfreude. Es ist nicht nur eine Freude, die Rezepte der Großmutter neu zu interpretieren, sondern auch eine Möglichkeit, die Tradition in die Moderne zu bringen und dabei nicht nur dem Gaumen, sondern auch der Umwelt und den Tieren Gutes zu tun. Und wenn dann der Duft von Omas Kuchen – in einer neuen, veganen Version – durch das Haus zieht, sind Kindheitserinnerungen und aktuelle Überzeugungen in perfekter Harmonie vereint.

Gastartikel von Leonard Geldermann von https://vegan-life-style.de/ (Text und Foto: Leonard Geldermann)

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