Mit Schneebesen wird Kuchenteig gerührt

Backkurs mit allen Sinnen

für Kindern ab 3 Jahren

Hier findest du einen mehrtägigen Backkurs für Kinder, denn beim Backen mit Kindern wird nicht einfach nur etwas gebacken. Beim Backen fördert man die Kinder in vielen Bereichen, z. B. im Bereich Motorik, Sensorik, soziales Verhalten oder Wissen. Besonders kleine Kinder ab 3 Jahren können hiermit in eine neue Welt eingeführt werden. Daher ist dieser Kurs für Kinder im Kindergartenalter konzipiert. Um die Kinder nicht zu überfordern, sind die einzelnen Themenbereiche auf mehrere Tage aufgeteilt.

Vorbereitung

Kinder im Kindergartenalter können selbstverständlich noch nicht selbstständig Kuchen backen. Stattdessen können sie beim Backen mithelfen und Zutaten und Arbeitsschritte kennenlernen. Außerdem solltest du nicht mit zu vielen Kindern gleichzeitig backen. Empfehlenswert sind – abhängig vom Alter der Kinder – Kleingruppen mit ca. 3 Kindern.

Nun brauchst du noch das passende Rezept zum Backen. Hierbei sollte zuerst überprüft werden, ob ein Kind gegen eine Zutat allergisch ist oder eine Unverträglichkeit besteht. Anschließend kannst du ein Rezept aussuchen. Empfehlenswert ist hier der eifreie Buttermilchkuchen. Dieser Kuchen ist ein Blechkuchen. Damit entfällt das teils umständliche Befüllen der Form – wie bei Muffins. Außerdem werden die Zutaten mit einer Tasse abgemessen und anschließend mit dem Schneebesen verrührt. Dadurch, dass die Kuchen ohne Ei auskommen, kann am Ende ohne Salmonellengefahr die Schlüssel ausgeschleckt werden.

Tag 1 – Zutaten kennenlernen

Butter, Eier, Mehl, Zucker
Zutaten

Heute geht es darum, die Zutaten und ihre Herkunft kennenzulernen.

Du brauchst heute: Einen Korb mit den Zutaten für den Kuchen (Buttermilch, Butter, Zucker, Mehl, Kakao, Zimt und Natron) und ein Tuch zum Abdecken des Korbs. Zusätzlich kannst du noch Eier, Backpulver, Nüsse und eine Flasche Wasser in den Korb packen. Zusätzlich solltest du das Rezept auf Papier bereithalten.

Was braucht man zum Backen?

Mit den Kindern kann man nun zusammen überlegen, welche Zutaten brauchen wir für einen Kuchen? Sind die von den Kindern genannten Zutaten im Korb, kann man diese herausholen und auf den Tisch legen. Haben die Kinder selbst keine Ideen mehr, kann man die restlichen Dinge aus dem Korb zeigen und benennen. Dabei erklärst du den Kindern, dass man nicht immer all diese Zutaten für jeden Kuchen braucht, sondern meist nur eine Auswahl. Außerdem braucht man für einige Kuchen weitere Zutaten.

Woher kommen die Zutaten?

Jetzt kann man sich Gedanken über die Herkunft der Produkte machen: Wo kommen die Zutaten eigentlich her? Folgende Überlegungen können dabei hilfreich sein:

  • Butter kann man im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder beim Bauern kaufen. Sie wird aus Kuhmilch hergestellt.
  • Buttermilch entsteht bei der Butterherstellung, wenn der Rahm der Milch geschlagen wird und am Ende Butter und Buttermilch übrig bleibt. Kaufen kann man sie dort, wo es auch Butter zu kaufen gibt.
  • Zucker kann aus heimischen Zuckerrüben oder aus Zuckerrohr gewonnen werden. Einkaufen kann man ihn im Supermarkt.
  • Mehl kauft man größtenteils auch im Supermarkt, selten auch direkt an der Mühle. Dort wird Getreide zu Mehl gemahlen.
  • Kakao gibt es auch im Supermarkt oder in Eine-Welt-Läden. Kakao wird in Afrika, Mittel- und Südamerika angebaut.
  • Zimt ist ein Gewürz aus Asien. Es kann ebenfalls im Supermarkt gekauft werden.
  • Eier gibt es direkt beim Bauern, auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt. Sie werden von Hühnern gelegt.
  • Nüsse können im Garten geerntet werden oder gekauft werden. Sie sind die Früchte von bestimmten Bäumen oder Sträuchern.
Wie sehen die Zutaten aus, fühlen sie sich an, riechen und schmecken sie?

Nun kommen die Sinne ins Spiel. Zusammen lernt man die Lebensmittel kennen: Wie sehen sie aus? Wie riechen sie? Wie fühlen sie sich an? Und wie schmecken sie? Während Zucker und Salz kleine weiße Kugeln sind, ist Butter ein gelblicher fester Block. Riecht Mehl nach etwas oder ist es geruchsneutral? Zucker und Mehl haben eine ähnliche Farbe, fühlen sich aber unterschiedlich an.

Die folgende Tabelle kann bei den Überlegungen helfen:

ZutatAussehenAnfühlenGeruchGeschmack
Buttergelber Blockkalt fest, warm weich bis flüssig, fettiggeruchsneutralnach nichts
Zuckerweiße Kügelchenkleine Kügelchengeruchsneutralsüß
Mehlweißes Pulverpulvrig und weichgeruchsneutralnach nichts
Eierovalfestgeruchsneutral
Buttermilchweiße Flüssigkeitwässrigsäuerlichsäuerlich
Kakaobraunes Pulverpulvriggeruchsneutralbitter
Zimtbraunes Pulverpulvrigwürzigwürzig
Nüssefeste kleine Dinge in Brauntönenfestnussignussig

Als Vorbereitung auf das Backen am nächsten Kurstag können nun mithilfe des ausgedruckten Rezepts die Zutaten aus dem Korb sortiert werden. Welche Zutaten braucht man für den Buttermilchkuchen und welche nicht?

Das war Tag 1.

Möchtest du noch mehr zum Thema Backgrundlagen erfahren, empfehle ich den Artikel über Teige aus Grundzutaten. Hier wird beschrieben, wie viele und welche Zutaten man für einen Rührkuchen braucht.

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